Blog #13

10. Dezember 2025
Pre-Fed-Entscheidung, 80k-TSLA-Anekdote und ATH im EinTrickPony-Depot

Gestern den Tag im privaten Depot mit -350 € beendet. Hatte zwischenzeitlich -3k, kam aber zurück. Hätte ich meinen Short einfach wie eine kalte Sau gehalten, wäre das heute recht lukrativ geworden. Aber ich bin keine kalte Sau – schlaflose Nächte sind mir teurer als jeder Gewinn.

Heute Morgen 500 Anteile an K.O.-Puts gehalten, Antidot zu 50 MSTR-Aktien, die ich gestern zum gleichen Preis zurückgekauft habe, wie ich sie zuvor verkauft hatte → netto null. Typisch. Dann fiel MSTR zum US-Start leicht, ich verkaufte den Short im Plus und setzte auf Erholung. Die kam – aber nur lauwarm. Der ganze Markt wartet auf die Fed. Große Sprünge erst danach.

Jetzt 17:10 Uhr. Gehe mit 50 MSTR-Aktien in die Fed-Entscheidung. Wenn’s läuft → gut. Wenn’s stürzt → überlebe ich und stocke unten ggf. auf 100 auf.

EinTrickPony-Depot: Novo heute +4 % → neues ATH. Mit nur 16k investiert (NOVO + NFLX) und 53k Cash bleibt die Volatilität niedrig – genau wie gewollt. Ich spekuliere auf den Dip, falls die Fed nicht senkt oder hawkish bleibt. Powell ist sowieso ab April weg – dann zählt nur noch der neue Fed-Chef.

Um die Wartezeit zu überbrücken, eine Anekdote aus 2024:

Hielt damals 10k Tesla-Aktien vor dem Robotaxi-Event. Nach dem Event -9 %, in den Tagen bis zu den Oktober-Earnings noch weiter runter. Stockte auf 20k auf – dachte, das kann nicht sein. Zwei Stunden vor den Earnings nochmal gefallen → „fuck it“ → alles verkauft, 11k in OTM-Calls gesteckt. Börse schloss, ich betete. 15 Minuten später TSLA +15 %, meine OTM-Calls… 50 % plus? Ich hatte noch keine Ahnung. Egal, ich schlief wie ein Baby.

Morgens: tatsächlich +100 % → 10k Gewinn. Nervös wie Hölle. Hatte mich über Monate auf -12k runter gerockt – jetzt wieder fast bei null. Und ich Idiot setzte enge Stop-Losses → rausgekickt kurz vor US-Start. Tesla explodierte weiter – bis nach der Wahl. Hätte ich gehalten → 80k. Stattdessen wieder bei null. Verkaufte am Abend vor der Wahl nochmal zu früh aus Angst. Ende 2024 immer noch -2k.

Anfang 2025 zurück auf null gekämpft – dann Earnings-Trades → wieder -6k. Alles reingesteckt in TSLA, COIN, PLTR, QQQ 5x. Dann kam Trump Liberation Day + Zölle → -32k. Lockerung im April → zurück auf -15k → alles verkauft. Natürlich wäre ich locker im Plus gewesen, wenn ich einen Monat länger gehalten hätte. Typisch.

Dann kam die Hedging-Strategie. 30k TSLA im geschäftlichen EinTrickPony, privat hedgen. Lief. Später COIN + PLTR dazu. Zu viele Positionen → konnte nicht alles deckeln, verpasste Verluste im EinTrickPony-Depot. Wieder kleiner, Coinbase raus, nur Tesla und Palantir. Schaffte es zurück auf -1k. Dann der große Fehler: große Longs im Dip von TSLA/PLTR – beide fielen jedoch weiter. -10k im privaten Depot. Jeder Versuch, das Ruder rumzureißen, machte es schlimmer. In ein paar Tagen fiel ich auf -36k. Weil immer mit zu großen Positionen – weil ich so schnell wie möglich zurück wollte.

Jetzt dümple ich bei -32k herum, mal -31, mal -35k rum. Lerne dort unten jedoch eine Menge über mich selbst – aber der Durchbruch blieb bislang aus.

Dabei ist der Weg nach oben eigentlich simpel: Mach mehr, was du beim EinTrickPony machst. Kaufe den Dip, diversifiziere auf 3–4 Rebound-Kandidaten → bei Euphorie verkaufen. Im EinTrickPonyDepot 36,67 % YTD, 47,72 % seit Start im Mai 2024 – ohne einen einzigen Short.

Buy the Dip and Sell the Run. Oder: Mach mehr, was funktioniert – und weniger, was nicht.

Disclaimer: Das hier ist keine Finanzberatung – nur mein öffentliches Trading-Journal.

Ach ja, und nochmal zu Charlie Munger: Eines seiner größten Life-Hacks: Invertiere Probleme, um leichter zur Lösung zu gelangen. Frage nicht: wie verdoppele ich mein Depot, sondern wie sprenge ich mein Depot? Und vermeide die Antwort darauf. Er sagte zum Beispiel: Ich muss nur wissen, wo ich sterben werde. Dann gehe ich dort nicht hin.

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